Was fehlt: Ein Polizist

  • Von Jürgen Amendt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Um alles muss man sich selbst kümmern. Früher, ja früher, da war das anders. Es gab die Deutsche Bundespost, die brachte Briefe und Pakete vorbei, meist pünktlich, immer aber an den richtigen Adressaten. Heute muss ich Pakete im Friseurladen nebenan abholen - oder wie kürzlich in einem Tattoo-Laden fünf Straßenbahnstationen weiter.

Früher gab es auch einen Polizisten im Kiez, einen älteren Herrn mit deutlichem Bauchansatz, lustiger Polizeimütze und freundlichem Lächeln. Der Mann war nett zu den Kindern und half jungen Eltern mit Kinderwagen über die Straße. Der Mann kümmerte sich auch um die Kleinigkeiten des Alltags. Wenn etwa der Fahrradladen um die Ecke vergessen hatte, den Schlauch seiner Druckluftstation zum Aufpumpen von Fahrradreifen nach draußen zu legen, ging er in den Laden und forderte das Personal höflich aber bestimmt auf, diesen kostenlosen Kundenservice wie üblich anzubieten. Die ebenso freundliche...


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