Bargeld abschaffen - wozu?

Friedrich Schneider sieht in der derzeitigen Diskussion über die Einschränkung der Barzahlung einen Schritt hin zur Abschaffung eines jahrhundertealten Kulturgutes

  • Von Friedrich Schneider
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Seit einigen Monaten - aber stark intensiviert vor allem in den letzten Wochen - wird in den Staaten der Europäischen Union wieder einmal die Abschaffung des Bargeldes, die Abschaffung der 500-Euro-Note sowie die Einführung eines gesetzlichen Barzahlungslimits von 2000 oder 5000 Euro diskutiert. Von all diesen Maßnahmen, aber insbesondere von der kompletten Abschaffung des Bargeldes, verspricht sich die Politik einen großen Erfolg bei der Reduzierung der organisierten sowie der üblichen Kriminalität und eine Reduzierung der Schattenwirtschaft. Es wird für die Abschaffung des Bargeldes geworben, aber auch auf die Kosten hingewiesen, die den Nationalbanken und den übrigen Geldinstituten durch das Halten von Bargeld entstehen.

Als erstes muss gefragt werden: Stimmt das? Schafft man das Bargeld ab, so steigen die Transaktionskosten für kriminelle und Schattenwirtschaftsaktivitäten. Dies führt zu einem bescheidenen Rückgang der Schatte...


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