Aber die Zeit war nicht verloren

Die Menschen gingen arbeiten, Dynamo Dresden wurde Meister: Abschluss der Serie über die DDR im Jahr 1976

  • Von Karsten Krampitz
  • Lesedauer: ca. 8.0 Min.

Die DDR schwankte zwischen Fortschritt und Dogmatismus, resümierte einmal der Historiker Hermann Weber. Das Jahr 1976 wurde dabei zu einem entscheidenden. Ein Resümee.

Der Bund der Evangelischen Kirche in der DDR genoss in der Ökumene weltweit hohe Anerkennung. Seine Vertreter waren in allen wichtigen Gremien vertreten und wurden für ihr Engagement im Kampf um Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung außerordentlich geschätzt. Und als dann mit der deutschen Wiedervereinigung eben dieser Bund der Evangelischen Kirche seine Arbeit einstellte, war der Kummer bei nicht wenigen Protestanten groß; offenbar war ein Zusammengehen beider Kirchenbünde auf Augenhöhe nicht möglich. Von Seiten der westdeutschen Kirche wurde so getan, als hätte es den DDR-Kirchenbund nie gegeben, als hätte die EKD-Mitgliedschaft der östlichen Landeskirchen niemals aufgehört (angeblich hatte sie nur geruht). Bis heute ist die »Kirche im Sozialismus« ein Erbe, das die EKD nicht angenommen hat.

War denn alles verlorene Zeit, fragte sich damals ein trauriger Albrecht Schönherr. Der frühere DDR-Kirchenbundvorsitzende gab...


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