Jobsuche: Beziehungen sind wichtiger als die Behörde

Nur 14 Prozent aller offenen Stellen wurden 2015 dank der Mitwirkung der Agentur für Arbeit vergeben

  • Sebastian Haak
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Kontakte schaden dem, der keine hat - diese Weisheit gilt besonders am Arbeitsmarkt. Die Bundesagentur für Arbeit hält sich trotzdem nicht für überflüssig, gerade nicht in der Flüchtlingskrise.

Immer häufiger werden Jobs über persönlichen Kontakt und Bekanntschaften vergeben. Inzwischen komme fast jede dritte Stellenbesetzung auf dem deutschen Arbeitsmarkt zustande, weil jemand jemanden kennt, heißt es in einer aktuellen, repräsentativen Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die Studie bildet die Personal-Such- und Besetzungsstrategien für alle offene Stellen ab, die in der deutschen Wirtschaft zu vergeben sind; nicht nur für jenen Teil der unbesetzten Jobs, die in einer Datenbank der Bundesagentur für Arbeit registriert sind. Dazu kommt: Wird der Kontakt zwischen einem Unternehmen und einem potenziell dort Beschäftigten über persönliche Kontakte angebahnt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Stelle mit dem Bewerber besetzt wird, so hoch wie bei keinem anderen Weg: zum Beispiel interne Stellenausschreibungen, soziale Medien, private Arbeitsvermittler, aber auch Arbeitsvermittlungen durch die...


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