Von Twitter in die Institutionen

Der Bewegung BlackLivesMatter gegen Gewalt an Schwarzen in den USA droht Bewegungslosigkeit.

  • Von Johannes Simon
  • Lesedauer: ca. 8.0 Min.

Die Oscars und der Super Bowl sind amerikanische Nationalheiligtümer, die normalerweise wenig mit Politik zu tun haben. Dieses Jahr war das anders. Vier Jahre nach dem Tod von Trayvon Martin, 18 Monate nach dem Tod von Michael Brown in Ferguson, zehn Monate nach den Krawallen in Baltimore hat der afro-amerikanische Protest auch dort Einzug gehalten.

Nach der Boykottankündigung einiger schwarzer Schauspieler war die fehlende Vielfalt in Hollywood das zentrale Thema bei den Oscarverleihungen gewesen. Moderator Chris Rock, ein schwarzer Comedian, stellte lapidar fest: »Natürlich ist Hollywood rassistisch.« Als es wie jedes Jahr daran ging, kürzlich verstorbenen Industriegrößen zu gedenken, schlug er vor, doch auch an all die Schwarzen zu denken, die auf dem Weg zum Kino von der Polizei erschossen worden sind.

Zuvor hatte sich Beyoncé bei der Halbzeitshow des Superbowl von Tänzerinnen im Outfit der Black Panthers begleiten lassen...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.