Sinkende Margen im Gasgeschäft

Leipziger VNG kündigt Personalabbau an und streicht Kommunen die Dividende

  • Von Hendrik Lasch
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der milde Winter und ein Erdgas-Überangebot wegen der Fracking-Aktivitäten in den USA machen dem einzigen ostdeutschen Großunternehmen im Gasgeschäft, VNG, zu schaffen.

Die anhaltende Talfahrt des Ölpreises hat der Verbundnetz Gas AG (VNG) aus Leipzig die Bilanz für 2015 verhagelt. Mit einem Minus von 53 Millionen Euro bleibe das Ergebnis »weit hinter den Erwartungen«, sagte Finanzvorstand Bodo Rodestock. 2014 hatte das Unternehmen einen Gewinn von 184 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Einbruch wirkt sich auch auf die Etats von neun ostdeutschen Städten aus, die zusammen 25,8 Prozent der VNG-Anteile halten. Weil der Vorstand die Dividende streicht, entgehen Kommunen wie Leipzig und Dresden Einnahmen in Millionenhöhe.

Begründet wird die schlechte Bilanz vor allem mit einem Überangebot an Gas in Europa. Ein Grund ist, dass die USA kein Erdgas mehr einführen, seit sie ihren Bedarf durch die Förderung von Schiefergas mit Hilfe der umstrittenen Fracking-Technologie selbst decken. Für VNG sinken deshalb die Margen. Genannt wird auch das »Ausbleiben kalter Temperaturen« im Winter. Zudem wird weniger St...


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