»Eine normale Schule werden«

Ein Jahr danach: Der Germanwings-Absturz von 2015 prägt das Leben in Haltern noch immer

  • Von Helge Toben 
und Gerd Roth, Haltern am See
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

150 Menschen starben beim Germanwings-Absturz vor einem Jahr, darunter eine Schülergruppe aus Haltern. Wie geht man in der kleinen Stadt in Nordrhein-Westfalen mit dem Jahrestag um?

Auf dem Gedenkstein hat jemand zwei kleine Engelsflügel aus Blech neben die eingravierte Trauerschleife gelegt. »4U9525«, die Nummer des Germanwings-Unglücksfluges, steht auf einem Schleifenflügel. Über dem schwarzen Trauersymbol finden sich die Namen der 16 Jugendlichen und zwei Lehrerinnen aus Haltern am See, die vor einem Jahr in den französischen Alpen ums Leben kamen.

Der psychisch kranke Copilot hatte den Airbus absichtlich in den Felsen fliegen lassen. Die Maschine zerbarst. Alle 150 Menschen an Bord starben an jenem 24. März 2015 in den südfranzösischen Alpen: 72 davon aus Deutschland, die meisten aus Nordrhein-Westfalen. 51 kamen aus Spanien.

Es ist frisch an diesem Märztag auf dem Friedhof von Haltern. Die 18 Zierapfelbäume auf dem Rasenfeld der Gedenkstätte blühen noch lange nicht. Ein Gehweg in U-Form, die Bäume und der Gedenkstein mit den Namen wie ein Pult - ein Klassenzimmer. Daneben liegen die Gräber von fünf Schülerinnen...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.