Kahlfrost und weggeschwemmte Nährstoffe

Eigentlich war der Winter milde, doch die Landwirte befürchten Ertragseinbußen - ein Bericht aus dem Nordosten

  • Von Jürgen Drewes, Rostock
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Fröste im Januar ohne schützenden Schnee haben auf den Feldern Schäden hinterlassen. Und wegen des Regens danach sind viele Äcker noch nicht befahrbar. Der Nordosten ist besonders betroffen.

Die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern erwarten in diesem Jahr einen deutlich geringeren Ernteertrag als 2015. Grund dafür sind vor allem die Wetterextreme zum Jahresanfang. Vielerorts sollen nachhaltig geschädigtes Wintergetreide und auch Raps durch Sommerkulturen ersetzt werden. Doch viele Felder sind wegen des Regens der vergangenen Wochen kaum befahrbar. Ackerbauexperten der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei in Gülzow raten, die Frühjahrsarbeiten noch etwas aufzuschieben.

Auf einen Wintergerstenschlag bei Wahrstorf unweit von Rostock ist in den Senken kaum noch eine Pflanze auszumachen. Der Vorstandsvorsitzende der Agrargenossenschaft Papendorf, Klaus Zeplien, vermutet, dass dort im Januar der eisige Wind besonders gewütet hat. »Ohne schützenden Schnee hält das die stärkste Pflanze nicht aus«, sagt er. »Ich bin seit 45 Jahren Landwirt, aber so etwas habe ich nur ganz selten gesehen.« Davon, die geschädigten F...


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