Kita wird wieder Geld kosten

VW-Skandal stürzt Kommunen in finanzielle Schwierigkeiten

  • Von Heiko Lossie, Hannover
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Wenn VW hustet, hat Niedersachsen bekanntlich Grippe. Das zeigt die Abgas-Krise erneut. Die Gewerbesteuer in Städten mit VW-Werk brechen ein. Doch das dicke Ende droht erst.

Der Abgas-Skandal des VW-Konzerns hat spürbare Auswirkungen auf Niedersachsens Finanzlage. Einbrüche vor allem im Gewerbesteueraufkommen an den Volkswagen-Standorten zwischen Harz und Küste lassen dort die Zuweisungen aus dem kommunalen Finanzausgleich anschwellen. Dessen Verteilungsschlüssel ist fix, doch der Binnenausgleich zwischen einzelnen Kommunen schwankt. Und dabei halten die meisten VW-Standorte nun stärker die Hand auf.

Insgesamt liegt das Niveau des jüngsten kommunalen Finanzausgleiches um 5 Prozent über dem Wert von 2015, wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag vergangener Woche mitteilte. Das ist der guten Konjunkturlage geschuldet. Mit Blick auf den wichtigsten Wirtschaftsmotor VW wendet sich das Blatt aber. Ohne die Diesel-Krise und wegbrechende Gewerbesteuern stünde das Füllhorn der sogenannten Zuweisungsmasse noch besser da. Künftig dürfte dieses Bild noch klarer werden: Denn die Berechnung spart das Schluss...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.