Ver.di macht Druck auf Orangensaftindustrie

Deutsche Handelsketten sollen sich für bessere Arbeitsbedingungen brasilianischer Pflücker einsetzen

  • Simon Poelchau
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mehr als die Hälfte des hierzulande getrunkenen Orangensaftes kommt aus Brasilien. Die dortigen Pflücker erhalten maximal 250 Euro Lohn im Monat.

Diese Woche bekommen die Geschäftsführungen der Lebensmittelketten Rewe und Kaufland Besuch von der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und Kollegen aus der brasilianischen Orangensaftindustrie. »Wir wollen, dass die Unternehmen Druck auf die Hersteller machen, damit diese die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten eindeutig verbessern«, erklärte ver.di-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger am Montag in Berlin. Denn diese arbeiteten unter schlechtesten Bedingungen, damit der Orangensaft hierzulande billig ist.

Was Nutzenberger zusammen mit den brasilianischen Gewerkschaftern und der Christlichen Initiative Romero (CIR) fordert, sind menschenwürdige Arbeitsbedingungen sowie transparente und existenzsichernde Löhne für die Orangenpflücker und Beschäftigten in den Saftfabriken. »Dies ist in Brasilien keine Selbstverständlichkeit«, so Nutzenberger.

Im Gegensatz zur Textilbranche, die von vielen Subunternehmen geprägt ist, ist das ...


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