Lausitzer Braunkohle wird tschechisch

Vattenfall verkauft seine Kohlereviere in der Lausitz an die EPH-Gruppe

Nach eineinahlbjährigem Poker ist die Entscheidung über die Lausitzer Braunkohle gefallen. Der künftige Eigentümer bekommt beim Kauf noch Geld dazu - und er ist in Deutschland kein Unbekannter.

Stockholm. Vattenfall verkauft seine Braunkohlesparte in der Lausitz an die tschechische EPH-Gruppe und ihren Finanzpartner PPF. Das teilten beide Seiten am Montag mit. Die EPH-Gruppe des Investors Daniel Kretinsky übernimmt damit das zweitgrößte deutsche Braunkohlerevier mit vier Kohlegruben und drei Kraftwerken in Brandenburg und Sachsen. Hinzu kommen die 50-Prozent-Beteiligung am Kraftwerk im sächsischen Lippendorf, das Vattenfall gemeinsam mit EnBW betreibt, und der im Dezember stillgelegte Tagebau Cottbus-Nord.

Vattenfall sei erfreut, einen »etablierten Eigentümer« gefunden zu haben, sagte Vorstandschef Magnus Hall. EPH-Vorstandsmitglied Jan Springl zeigte sich zuversichtlich, dass sich der Energiemarkt mittelfristig erholen werde. Die Börsenpreise für Strom waren in den vergangenen Monaten gesunken. Auch der Betriebsrat begrüßßte die Entscheidung. »Die beste Lösung ist getroffen«, sagte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.