Der ADN und wir

Ohne die Kollegen der 1946 gegründeten DDR-Nachrichtenagentur wäre das alte «ND» weit weniger informativ und weltoffen gewesen. Aber ADN diente der SED-Führung ebenso zur Verbreitung platter, zuweilen übelster Agitation - auch durch diese Zeitung. Von Claus Dümde

  • Von Claus Dümde
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Lieber zusammen mit ADN falsch als allein richtig.« Dieser Satz stand vor drei Wochen auf Seite 27 der Beilage »Eine Zeitung, zwei Leben, 70 Jahre«. Der Satz wirkt sarkastisch und böse. Und so war er auch gemeint. Doch er richtet sich nicht gegen den Allgemeinen Deutschen Nachrichtendienst, der wie »Neues Deutschland« vor 70 Jahren gegründet wurde. Und schon gar nicht gegen unsere Journalistenkollegen vom ADN, die faktisch fast alle irgendwann auch für diese Zeitung geschrieben haben. Die einen mit ihrem Namen als Auslandskorrespondenten, oft in ihrem Gastland zugleich für »ND« akkreditiert, die meisten anonym als Verfasser von nur mit »ADN« oder »ADN-Korr.« gekennzeichneten Berichten und Nachrichten aus aller Welt, aber auch aus der DDR. Ohne sie wäre das alte »ND« weit weniger lesenswert gewesen - und sei es auch nur »zwischen den Zeilen«.

»ND« war von Anfang an mit ADN eng verbunden, gehörte zu seinen Gründern. Unter den Verleg...


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