Schützer der alten Bäume

Ein Friedrichshagener führt vier Mal im Jahr Interessierte zu Naturdenkmalen

  • Von Steffi Bey
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Otto Bardellas Führungen haben Kultcharakter. Seit 1995 bietet der Friedrichshagener jedes Jahr vier Touren durch Köpenick an: Im Fokus stehen Naturdenkmale.

»Es hat sich so entwickelt«, sagt Otto Bardella leise. »Aus Angst um den Verlust vieler alter Bäume.« Der schlanke Mann setzt sich noch ein bisschen aufrechter hin, blickt sehr ernst und nickt. Als wenn er im Nachhinein noch einmal bestätigt, dass es richtig war, sich gleich nach der Wende für die Naturdenkmale in seinem Heimatbezirk einzusetzen. Denn hätte es nicht eine Gruppe Engagierter, Gleichgesinnter gegeben, wären inzwischen noch viel mehr schützenswerte Baumriesen gefällt worden. »Da bin ich mir ganz sicher«, betont der 78-Jährige und spricht gleich ein bisschen lauter.

Und dann beschreibt er »die verrückte Situation«, von damals: Im Einigungsvertrag wurden Naturdenkmale und -schutzgebiete nicht berücksichtigt. »So hatten die zu DDR-Zeiten im Bezirk Köpenick registrierten 88 Naturdenkmale plötzlich keinen offiziellen Status mehr«, berichtet Otto Bardella.

Aufgewühlt und erbost über diesen groben Fehler schloss sich der studierte...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.