Usedom ist ein gefährlicher Ort

Kammerpräsident: Kinderärztliche Notfallversorgung auf der Insel nicht gesichert

Der Streit um die Schließung der Geburtsklinik in Wolgast setzt sich im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern fort: Am Mittwoch schlugen im Schweriner Schloss die Emotionen hoch.

Schwerin. Die Schließung mehrerer Abteilungen im Kreiskrankenhaus Wolgast (Landkreis Vorpommern-Greifswald) bleibt umstritten. In einer öffentlichen Expertenanhörung am Mittwoch im Landtag wurde von einigen Anzuhörenden Zustimmung, von anderen heftige Kritik geäußert. Dabei ging es zum Teil emotional zu.

In Wolgast sind Ende 2015 die Abteilungen Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie am 1. Februar 2016 die Kinderstation geschlossen worden. Der Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses, Thorsten Wygold, begründete die Entscheidung mit zu geringen Geburten- und Patientenzahlen. Mit größeren Fallzahlen steige die Versorgungsqualität, sagte er. Deshalb müssten Leistungen konzentriert werden. Michaela Skott von der Eltern-Initiative Mother Hood hielt dagegen, dass bei einer Geburt die Entfernung zur Entbindungsklinik zu den Qualitätskriterien gehöre.

Das sieht auch die Wolgaster Kinderärztin Brigitte Würffel so. Nach ihren Angaben ist ein Patie...


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