Blöde Demokratie!

Robert D. Meyer über die deutsche Berichterstattung zum US-Präsidentschaftswahlkampf und den Umgang mit Sozialist Bernie Sanders

  • Von Robert D. Meyer
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Demokratie kann eine komplizierte Angelegenheit sein, besonders wenn es sich nicht um die eigene handelt: In den vergangenen Monaten mussten sich Leser vieler deutschsprachiger Medien daran gewöhnen, dass die Kandidatin der Demokraten für die US-Präsidentschaftswahl eigentlich nur Hillary Clinton heißen kann. Allein die Bezeichnung des Konkurrenten Bernie Sanders als »Sozialist« löst bei manchen Kommentatoren eine derartige Schnappatmung aus, dass die politische Verortung des linken Kandidaten selten ohne den Zusatz »selbsterklärter« auskommt. Eine ähnlich kritische Auseinandersetzung mit den »selbsternannten« sozialistischen Parteien Europas von Frankreich (Parti socialiste) bis Spanien (Partido Socialista Obrero Español) gibt es nicht, weshalb etwa François Hollande weiter ungestraft als Sozialist durchgeht.

Nun erdreistet sich jener Sanders auch noch, trotz nur noch minimaler Chancen auf eine Nominierung nicht aus dem Vorwahlka...


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