Scheu des Stürmers vorm Elfmeter

Das demografische Tief der SPD lässt auch bei der CDU die Alarmglocken läuten

  • Von Peter Richter
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Wenn die SPD dieser Tage wieder einmal über ihre Strategie angesichts ständig sinkender Umfragewerte berät, bräuchte es einen Befreiungsschlag. Der ist jedoch nicht zu erwarten.

Am 1. April hat Sigmar Gabriel keinen Brief an Oskar Lafontaine geschrieben, aber am 13. Mai haben sich beide überraschend im Saarland getroffen. War der Aprilscherz des Politblogs »Nachdenkseiten« den Medien ob seiner schreienden Unglaubwürdigkeit noch kaum eine Zeile wert, löste der einstündige Plausch des heutigen mit einem früheren SPD-Vorsitzenden bei einer Tasse Kaffee schon ein beträchtliches Rauschen im Blätterwald aus.

Dazwischen lag immerhin die »Gerechtigkeitskonferenz« der SPD, auf der weniger die von Gabriel lange nicht gehörten linken Weisheiten Aufsehen erregten - waren doch solche Bekundungen bei ihm kaum ernst zu nehmen -, als vielmehr der starke Beifall, den die Putzfrau und Neu-Sozialdemokratin Susanne Neumann für die forsche Abrechnung mit ihrem Vorsitzenden erhielt. Sie zählte das lange Sündenregister neoliberaler sozialdemokratischer Politik - von miserabel bezahlter Leiharbeit bis zur Rentenkürzung - auf und...


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