Zu kurz gesprungen

Seit den 1980ern wird über eine »Maschinensteuer« diskutiert - bisher ohne Konsequenzen

  • Von Ralf Krämer
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Wenn Roboter statt Menschen arbeiten, sollen sie auch Steuern zahlen. Klingt logisch. Klingt aber vielleicht auch nur so. Der Vorschlag einer »Maschinensteuer«, den kürzlich der neue österreichische Bundeskanzler Christian Kern von der SPÖ wieder ins Gespräch brachte, ist nicht neu. Er kursiert schon seit den 1980er Jahren durch die sozialdemokratische, linke und gewerkschaftliche Welt.

Doch Maschinen zahlen keine Steuern, sondern es wären immer ihre Besitzer, die Unternehmen, die zahlen müssten. Quelle dessen ist immer die Wertschöpfung, also die Verkaufserlöse der produzierten Güter oder Dienstleistungen abzüglich der darauf entfallenden Kosten der eingesetzten Vorprodukte und Anlagen. Diese wird verteilt auf Löhne, Gewinne und Vermögenseinkommen sowie Abgaben an Staat und Sozialversicherungen. Dies gilt für die einzelnen Unternehmen wie für die Gesamtwirtschaft.

Steuern und Abgaben werden also letztlich immer finanziert zu...


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