Roma suchen Zuflucht in Kirche

Von Abschiebung Bedrohte geben nach langen Gesprächen mit Pfarrerin Besetzung auf

  • Von Johanna Treblin
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Am Sonntag besetzten Roma eine Kirche in der Kreuzberger Wassertorstraße. Nachdem die Pfarrerin ihnen Unterstützung zugesichert hatte, zogen sie wieder ab - und protestierten am Montag in Mitte.

Nur wenige Stunden währte die Besetzung der Flüchtlingskirche in Kreuzberg. Roma hatten am Sonntagabend den Gottesdienst in der Kirche St. Simeon besucht, im Anschluss ihre Situation geschildert und erklärt, dass sie bleiben wollen. Nach einem mehrstündigen Gespräch mit Pfarrerin Dorothea Schulz-Ngomane und weiteren Kirchenmitarbeitern verließen sie die Kirche jedoch freiwillig. Weil sie aber weiterhin akut von Abschiebung bedroht sind, protestierten die Roma am Montag weiter: zunächst auf dem Gendarmenmarkt, wo die Evangelische Akademie ein Flüchtlingssymposium abhielt, am Nachmittag vor dem Deutschen Historischen Museum, wo den Vertriebenen gedacht wurde.

Vor rund vier Wochen hatten die Roma in der Flüchtlingskirche um Kirchenasyl gebeten, das hatte die Pfarrerin jedoch abgelehnt. Deshalb versuchten die Roma nun auf diesem Weg, einen Schutzraum zu erhalten. Bleiben durften sie zwar nicht, aber für Isen Asanovski, einem Rom von d...


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