Tanz auf dem Immobilien-Vulkan

Erste Fonds in Großbritannien müssen schließen - Vorbote für gesamtwirtschaftliche Probleme?

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

In Großbritannien beginnen die extrem hohen Immobilienpreise zu purzeln. Was Mieter und Wohnungskäufer freut, könnte Investoren, Eigenheimbesitzern und dem Mittelstand Probleme bereiten.

Rette sich, wer kann, heißt offenbar die Devise bei manchen Anlegern britischer Immobilienfonds. Wegen des hohen Mittelabflusses seit dem Brexit-Referendum haben zahlreiche Fonds ihren Betrieb eingestellt.

Dazu gehören auch Schwergewichte wie der »Standard Life UK Real Estate Fund«. Rund 3,4 Milliarden Euro schwer, investiert dieser Fonds vor allem in Gewerbeimmobilien in innerstädtischen Toplagen. Aufgelegt wurde er von Standard Life, einem im schottischen Aberdeen beheimateten Lebensversicherungsgiganten von der Größe der Allianz. Als Begründung nannte das Management die Unsicherheit nach dem Anti-EU-Votum. Bitter für die Kunden: Ein Zurückholen des angelegten Geldes ist vorerst nicht mehr möglich.

Mindestens sieben offene Immobilienfonds mit einem Gesamtvolumen von gut 18 Milliarden Pfund verfahren ähnlich. Der große Mittelabzug bringt sie in die Zwickmühle. Da sie über nur wenig liquide Mittel oder Aktienbesitz verfügen, ...


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