Thomas Bach will die WADA reformieren

IOC-Präsident schiebt die Schuld an der olympischen Dopingkrise anderen zu

  • Von Nikolaj Stobbe, Rio de Janeiro
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die schöne, heile Olympiawelt zeigt tiefe Risse. Die russische Dopingkrise belastet seit Monaten den internationalen Sport und hat längst auch den Frieden in der olympischen Familie zerstört. Zwischen dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) brodelt es gewaltig.

IOC-Präsident Thomas Bach geißelt die Politik der WADA mittlerweile öffentlich. Es gebe dort Probleme bei der Aufteilung der Verantwortlichkeiten, sagte Bach jüngst über Agentur und forderte: »Das muss sich ändern.« Damit wurde der deutsche IOC-Präsident erstaunlich deutlich. Und: In seinen Augen hatten die obersten Antidopingkämpfer im Fall der Whistleblowerin Julia Stepanowa kläglich versagt. Die Leichtathletin war mit ihren Enthüllungen über das russische Staatsdoping bei der Agentur abgeblitzt, ehe sie im deutschen Fernsehen bei der ARD auspackte. Unglücklich agierte die WADA in den Augen des IOC-Chefs au...


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