Wink mit dem Zaunpfahl Richtung Washington

Moskau und Peking halten Routinemanöver ab, die offiziell nicht gegen Dritte gewandt sind

  • Elke Windisch, Moskau
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Als Routineübung porträtieren Moskau wie Peking die für September geplanten gemeinsamen Seemanöver. Ziel sei die »Vervollkommnung von Fähigkeiten zur gemeinsam Abwendung von Bedrohungen auf hoher See«, die Übung sei jedoch nicht gegen Drittstaaten gerichtet. Eines schließe das andere aus, glauben Kolumnisten mit Blick auf den Schauplatz: das Südchinesische Meer, wo China seit Jahren mit Japan, Vietnam und den Philippinen um ein paar unbewohnte Inseln und Wassergrenzen streitet.

Moskau gibt bei dem Konflikt zwar offiziell den Part des neutralen Beobachters. Allein schon, um sich beim Gerangel mit Tokio um Teile der Kurilen-Kette ein paar Tausend Kilometer weiter nördlich im Japanischen Meer alle Optionen offen zu lassen. Wie China geht es Russland jedoch darum, die Stellung der USA als Seemacht zu schwächen. In Südostasien wie im Mittelmeer, wo beide im Sommer 2015 erstmals gemeinsame Seemanöver abhielten. Auch sie waren laut Drehb...


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