Die zwei Leben des Elefanten vom Hauptbahnhof

Für viele Bremer ist der Riese im Mandela-Park nur ein beliebter Treffpunkt - doch er hat eine besondere Geschichte

  • Alice Bachmann, Bremen
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Bremen will 120 000 Euro ausgeben, um einen roten Klinker-Elefanten unweit des Nordausgangs am Bremer Hauptbahnhof zu erhalten. Was nicht jeder weiß: Es handelt sich um ein Mahnmal.

Den meisten Bremern - aber auch »Buten-Bremern« aus den Umlandgemeinden - ist der aus roten Klinkern gebaute Elefant nahe dem Nordausgang des Bremer Hauptbahnhofs bekannt als Treffpunkt. Besonders wenn nebenan auf der Bürgerweide eines der beiden Bremer Volksfeste - die »Osterwiese« oder der »Freimarkt« - läuft, wimmelt es um den Sockel des Denkmals von Menschen.

Auch sonst dient das Monument im Nelson-Mandela-Park als Treffpunkt für Jugendliche, die darauf herum klettern. Obdachlose und andere Menschen mit viel Zeit sitzen zu Füßen des Elefanten aus Stein, es wird Bier und Wein getrunken. Viele von ihnen wissen aber nicht, dass der seltsame Steinriese ein Denkmal und auch Mahnmal ist. Und schon gar nicht, woran er erinnern soll - trotz der Metalltafeln, die darüber informieren, dass es sich hier um ein »Anti-Kolonial-Denk-Mal« handelt. Allerdings: Die Tafeln sind etwas unscheinbar.

Ursprünglich war der massive Denkmalsockel innen begeh...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.