Aleppo – Metropole der Gegensätze

Die zweitgrößte Stadt ist geteilt in einen von der Regierung und einen von Rebellen kontrollierten Sektor

  • Karin Leukefeld, Aleppo
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Nach sechsstündiger Fahrt von Damaskus erreicht unser Wagen Sfireh am nördlichen Jbal Hoss und biegt auf die frühere Autobahn ab, die Aleppo mit Raqqah und der irakischen Grenze verbindet. Dann kommen wir nach Scheich Najjar, einer gigantischen Industriestadt, die bis 2011 das Symbol für den wirtschaftlichen Aufschwung Syriens und vor allem Aleppos war. Heute ist das Gebiet im Nordwesten der Stadt zerstört, als wäre ein Tornado durch die Gebäude gerast. Ganze Fabrikeinrichtungen wurden gestohlen und in der Türkei versilbert; junge, aufstrebende Unternehmer verloren alles.

Wenige Kilometer hinter Scheich Najjar beginnt – sprichwörtlich über Stock und Stein – die neue Zufahrtsstraße nach Aleppo. Der bisherige Zugang zur Stadt vom Süden her ist seit Monatsbeginn militärisches Sperrgebiet. Dort kämpft die syrische Armee mit ihren Verbündeten aus Irak, Iran, Libanon und Russland gegen die »Armee der Eroberung«, die von Katar, Saudi-Ara...


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