Ein Hobbysportler gewinnt bei den Paralympics keine Medaille mehr

Ohne professionelles Training sind auch unter den Behindertensportlern kaum noch Erfolge möglich

  • Von Martin Kloth und
Sebastian Stiekel, Rio de Janeiro
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Das Tandem ist eine Maßanfertigung, das Training hat olympische Umfänge, das Niveau schießt durch die Decke: Bei den Paralympics in Rio hat der Behindertensport eine neue Dimension erreicht. »Das ist Hochleistungssport. Das schüttelt man nicht aus dem Ärmel«, sagte Stefan Nimke. Der Bahnrad-Olympiasieger und als Pilot von Kai Kruse seit Sonntag auch Paralympicsdritter mit dem Tandem im 1000-Meter-Zeitfahren bestätigte damit einen Trend, der sich seit Jahren abzeichnet.

Als Hobbysportler gewinnt man bei Paralympics allenfalls noch Sympathien, aber keine Medaillen mehr. Bis zum Sonntag hatte es bereits fast 100 Weltrekorde gegeben. »Der paralympische Sport hat einen Riesenschritt gemacht seit London 2012«, bestätigte Leichtathlet Markus Rehm.

Der Weitspringer mit Unterschenkelprothese ist überzeugt davon, dass die Zuschauer heute die Leistungen im Behindertensport achten. »Wir zeigen der ganzen Welt: Das ist ein seriöser Sport,...


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