Es fließt zu wenig Wasser ins Fergana-Tal

Konflikt zwischen den zentralasiatischen Nachbarn Usbekistan und Kirgisistan verschärft sich

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Laut offizieller Darstellung sind die Manöver der Schanghai-Organisation für Zusammenarbeit (SCO) reine Routine. Geübt werden soll seit Donnerstag die Abwehr von Bedrohungen für die regionale Sicherheit. Darüber verständigten sich die Verteidigungsminister der Mitglieder - Russland, China und vier zentralasiatische Ex-Sowjetrepubliken - bereits im Frühjahr.

Russland verlegte jedoch überraschend sogar eine ganze Division ins Übungsgebiet. Der Hintergrund: Der Uralt-Konflikt um das knappe Wasser in der Region hat das Zeug, zu einem handfesten Krieg zu eskalieren. Tadschikistan und Kirgisistan, in deren Bergen die großen Flüsse der Region entspringen, stauen die Wasserläufe auf, um ihren Energiebedarf zu decken. In der Ebene - in Usbekistan - kommt dadurch nicht mehr genug für die Landwirtschaft an.

Mit Tadschikistan tauschte Usbekistan schon Anfang August massiv Unfreundlichkeiten aus. Jetzt eskalieren auch die Spannungen zu Kirgisistan, ...


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