Gestatten: Schwulenfeind und Islamhasser

Ins Abgeordnetenhaus wird der AfD-Abgeordnete Kay Nerstheimer einziehen, der sich diskriminierend im Internet äußerte

  • Von Johanna Treblin
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Mit 25 Sitzen wird die AfD künftig im Abgeordnetenhaus vertreten sein. Einer von ihnen dürfte wohl Kay Nerstheimer werden, der im Wahlbezirk 1 in Lichtenberg als Direktkandidat gewählt wurde. 26,1 Prozent der Stimmen fielen auf den gelernten Maurer und Koch, der nach Angaben seines Bezirksverbands als Objektleiter in der Sicherheitswirtschaft arbeitet.

Nerstheimers Wahlspruch auf der Homepage seines Bezirksverbandes ist uneindeutig eindeutig: »Solange einer unserer Mitbürger ... Flaschen sammeln oder zur Tafel gehen« müsse, »haben wir nicht einen Cent für weltfremde, sozialromantische Experimente übrig!« Darunter kann vieles verstanden werden, oder dieses: Solange es arme Deutsche gibt, darf kein Geld für Flüchtlinge ausgegeben werden. Ein Grund für diese Ansicht könnte Nerstheimers antiislamische Grundhaltung sein, die er 2012 in Kommentaren auf einer Internetseite hinterlassen hatte. Darin bezeichnet er sich als Leader der Berli...


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