Die Krim hofft auf die Brücke

Moskau will die Halbinsel mit dem russischen Festland verbinden, um die Wirtschaftslage zu verbessern

  • Von Denis Trubetskoy, Kertsch
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Für Russland ist sie der Bau des Jahrhunderts: die Brücke von Kertsch. Nachdem Russland im März 2014 die Krim annektierte, wurde aus der Halbinsel am Schwarzen Meer de facto eine Insel. Denn eine Landverbindung mit dem russischen Festland existiert nicht, was den Bahn- und Busverkehr schwierig macht. Zudem ist die Lieferung ukrainischer Waren auf die von Russland besetzte Halbinsel von Kiew untersagt. Nun gibt es nur noch zwei Wege für Menschen und Waren, um vom Festland auf die Krim zu gelangen: über den Flughafen Simferopol, der mit prognostizierten fünf Millionen Passagieren in diesem Jahr aber langsam an die Kapazitätsgrenze stößt; und mit der Fähre über die Straße von Kertsch, wo die Wartezeiten derzeit über zehn Stunden betragen.

Das macht den Bau der Kertsch-Brücke für Moskau alternativlos - vor allem aus wirtschaftlicher Sicht. »Wir sind jetzt ungewollt isoliert. Die Brücke wird das ändern und uns wirtschaftlich unabhängig...


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