Vorauszahlung am Airport kein Einzelfall

Schönefeld. Die Firma Imtech, die am Bau des neuen Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld beteiligt gewesen ist, erhielt 2012 auf Nachforderungen eine Vorauszahlung von 25 Millionen Euro von der Flughafengesellschaft FBB . Das geht hervor aus der Antwort von Staatskanzleichef Thomas Kralinski (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage des des Landtagsabgeordneten Christoph Schulze (Freie Wähler). Anlass der Anfrage ist ein Korruptionsprozess vor dem Landgericht Cottbus. Dabei habe der Angeklagte gestanden, dass er 150 000 Euro Schmiergeld dafür erhalten habe, dass Forderungen der Imtech in Höhe von 60 Millionen Euro ungeprüft bezahlt wurden, so Schulze. Kralinski zufolge war die Vorauszahlung kein Einzelfall. Von anderen Betrugsfällen habe die Regierung aber keine Kenntnis. Das an die Imtech gezahlte Geld sei mit berechtigten Forderungen der inzwischen insolventen Firma verrechnet worden. Der Restbetrag sei zurückgezahlt worden. nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung