UKIP und Schiffsaffe

Die britische Rechtspartei demontiert sich eifrig

  • Von Ian King, London
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der lächelnde Demagoge und langjährige Parteivorsitzende Nigel Farage wollte alles auf die leichte Schulter nehmen. »Ich trete zurück, suche das Weite, aber man holt mich immer wieder ein, bevor ich entkommen kann«, witzelte er nach dem ersehnten Triumph bei der Brexit-Abstimmung, der Wahl der neuen Chefin Diane James und deren fast sofortigem Rücktritt.

»Wichtige Kräfte in der Partei standen nicht hinter mir«, meinte James wehleidig, außerdem sei ein Familienmitglied krank. So musste der joviale Farage wieder als kommissarischer Parteichef einspringen, was der ausgewiesenen Rampensau bestimmt schmeichelte.

Die nächsten Szenen der Selbstdemontage folgten schnell. Steven Woolfe, UKIP-Abgeordneter im Europaparlament, hatte es bei der James-Wahl versäumt, seine Wahlunterlagen beim Parteivorstand rechtzeitig einzureichen. »17 Minuten zu spät, heißt eben zu spät«, meinten die Kollegen. Nach dem Rücktritt ...


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