Mexikos Regierung will keine linken Lehrer

David Bacon über Widerstand und Repression rund um die Bildungsreform von Präsident Enrique Peña Nieto

  • Von Martin Ling
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

In Mexiko gibt es eine große Kontroverse über die Bildungsreform, die von der neoliberalen Regierung unter Enrique Peña Nieto 2013 gestartet wurde. Seit Mitte Mai streikte ein Teil der Lehrer, zum Schuljahresbeginn Ende August blieben viele Klassenzimmer geschlossen. Nun wurde der Streik Mitte September beendet. Mehr als eine Atempause im Konflikt?

Nein. Der Konflikt wurde mitnichten beigelegt. Es war eine taktische Entscheidung der Lehrer, wieder zu unterrichten. Zum einen war es kein landesweiter Streik, sondern nur in den vier Bundesstaaten Guerrero, Oaxaca, Chiapas und Michoacán. Dort ist die progressive Lehrervereinigung CNTE (Nationale Koordination der Erziehungsarbeiter) besonders stark. Die CNTE grenzt sich seit 1979 von der offiziellen Lehrergewerkschaft SNTE (Nationale Gewerkschaft der Erziehungsarbeiter) als oppositionelle Strömung ab, ist aber weiter Teil der SNTE. Die SNTE konnte dem Streik nichts abgewinnen. Die Rück...


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