Betreuung mit der Stoppuhr läuft zum Jahresende aus

Für die Pflege gelten ab 2017 neue Gesetze / Beiträge in der Pflegeversicherung steigen um 0,2 Prozent

  • Roland Bunzenthal
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Betroffene Pflegebedürftige kennen die bisherige »Betreuung mit der Stoppuhr« nur zu gut. Von 2017 an soll alles besser werden. Der eigentliche Anlass für die Reform ist jedoch eine wachsende Lücke im Netz der sozialen Sicherung. Die Zahl der an Demenz erkrankten älteren Menschen nimmt rapide zu. Sind heute bereits 1,6 Millionen Frauen und Männer betroffen, dürften es im Jahr 2040 voraussichtlich 2,6 Millionen sein. Dabei ist meistens die ganze Familie mitbelastet. Ehegatten müssen häufig ihren Job aufgeben, um ihre Angehörigen zu pflegen.

Nun ist das Gesetz geändert worden. Statt der drei Pflegestufen gibt es in Zukunft fünf Pflegegrade (PG). Statt dem ausschließlichen Kriterium einer körperlichen Beeinträchtigung soll es künftig eine ganzheitliche Bewertung geben, bei der die Selbstständigkeit ausgelotet wird.

Die Zuordnung zu einem Pflegegrad, betont Gesundheitsminister Hermann Gröhe, sei so angelegt, dass »keiner durch di...


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