Erinnern ohne Zeitzeug_innen?

Noch sprechen auf der Gedenkdemo zur Pogromnacht jährlich Menschen, die unter der NS-Diktatur gelitten haben

  • Von Christopher Wimmer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Unter dem Titel »78 Jahre nach der Pogromnacht - Kein Vergessen! Kein Vergeben! Gegen Antisemitismus und Rassismus« ruft ein Bündnis aus Berliner Antifa-Gruppen, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und Einzelpersonen zu einer Gedenkkundgebung mit anschließender Demonstration am 9. November 2016 am Mahnmal Levetzowstraße in Berlin-Moabit auf. Auch in Dresden, Leipzig und anderen Städten sind Gedenkveranstaltungen geplant.

Den historischen Hintergrund der jährlichen Demonstrationen bilden die antisemitischen Pogrome, die am 9. November 1938 ihren vorläufigen Höhepunkt fanden. Überall in Deutschland und Österreich brannten Synagogen, jüdische Geschäfte wurden überfallen und geplündert. Deutsche schlugen, vergewaltigten und ermordeten Jüdinnen und Juden. Etwa 30 000 Menschen wurden verhaftet und in Konzentrationslager und Gefängnisse verschleppt.

In den letzten Jahren waren es immer Zeitzeug_innen, die auf der Berliner...


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