Mit dem Impfbus in die Flüchtlingsunterkunft

Ein Team aus Ärzten und Krankenschwestern der Charité will mehr leisten als nur medizinische Notversorgung

Abdelkadar, ein Jugendlicher aus Somalia, weiß noch nicht, ob er sich wirklich impfen lassen soll. Für Fadi aus Syrien hingegen, der neben ihm steht, ist das keine Frage. »Impfen ist gesund«, sagt der 14-Jährige in gut verständlichem Deutsch. Und »gesund« sei das nicht nur für ihn selbst, sondern auch für seine drei jüngeren Geschwister, die gemeinsam mit ihm vor dem Impfbus der Charité warten. »Als großer Bruder muss ich vorangehen, damit die Kleinen keine Angst haben«, sagt Fadi.

Seit 10 Uhr steht der Impfbus vor einer Notunterkunft für Flüchtlinge in Reinickendorf. 91 Flüchtlinge wohnen hier, und die meisten nehmen das Angebot der Charité wahr, ihren Impfstatus auffrischen zu lassen. Praktisch, dass der Impfbus in den Weihnachtsferien kommt. Da versäumen Abdelkadar und Fadi nicht die Schule.

Vor Weihnachten fragte die Heimleitung, welche Bewohner schon Impfausweise haben und hat Kopien von ihnen an die Charité gefaxt. »Dad...


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