Malta-Gipfel nimmt Libyen und Rom ins Visier

EU-Staats- und Regierungschefs wollen Einwanderung schon in Nordafrika stoppen

  • Von Kay Wagner, Brüssel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Vor dem informellen EU-Gipfel an diesem Freitag auf Malta haben Hilfsorganisationen vor der geplanten engeren Zusammenarbeit mit Libyen in der Flüchtlingspolitik gewarnt. Die von der EU geplante Unterstützung des libyschen Grenzschutzes, der libyschen Küstenwache und Marine würde dazu führen, dass Zehntausende Migranten in dem nordafrikanischen Land verharren müssten, »welches die Menschenrechte dieser besonders schutzbedürftigen Menschen eklatant verletzt«, erklärten Pro Asyl und der Paritätische Wohlfahrtsverband in einem offenen Brief vom Donnerstag an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Und die Parteichefin der Grünen, Simone Peter, erklärte: »Das Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs auf Malta droht zu einem Entrechtungsgipfel für Flüchtlinge zu werden.«

Am Freitagvormittag wollen die EU-Staats- und Regierungschefs über die Eindämmung der Migration nach Europa beraten. Nachdem der Deal mit der Türkei dauerhafter hält, a...


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