Philosophie und Russophobie

Die Jury stellte sich vor

  • Tobias Riegel
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Es war nur eine kurze Szene bei der Vorstellung der internationalen Jury der Berlinale für die Presse am Donnerstag. Doch sie offenbarte die tiefe und verstörende Wirkung der antirussischen Medien-Indoktrination auf die internationalen Journalisten. Und sie relativierte schlagartig das höchst selbstzufrieden zelebrierte kosmopolitische Getue und Geschwafel auf und unter dem Podium: Ein russischer Reporter stellte die interessante und berechtigte Frage, ob die Abwesenheit russischer Produktionen im Berlinale-Wettbewerb eine politische Entscheidung sei - sozusagen als »Strafe« für Russlands Rolle in Syrien oder der Ukraine. Oder ob es daran liege, dass die aktuellen russischen Filme einfach nicht gut genug sind.

Schon während ihr russischer Kollege diese Sätze formulierte, breitete sich ein dumpfes und hämisches Lachen unter schockierend vielen der anwesenden Journal...


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