Türkischer Botschafter im Fall Yücel einbestellt

Außenminister Gabriel: Setzen uns mit Nachdruck für Freilassung ein / Journalist auf unbestimmte Zeit inhaftiert / Kundgebungen in mehreren Städten

Berlin. Die Bundesregierung, Parteien und Journalistenverbände reagieren mit Unverständnis und Empörung auf die in der Türkei verhängte Untersuchungshaft gegen den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel. Für Dienstag waren in mehreren deutschen Städten sowie Wien, Graz und Zürich Protestkundgebungen und Autokorsos gegen die andauernde Inhaftierung Yücels und vieler weiterer Journalisten in der Türkei geplant.

Am späten Nachmittag wurde bekannt, dass der türkische Botschafter in Deutschland, Kemal Aydin, wegen der Inhaftierung Yücels ins Auswärtige Amt einbestellt worden ist. Das teilte das Außenamt über Twitter mit. Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte, Staatsminister Walter Lindner habe in seinem Auftrag mit dem Botschafter ein Gespräch geführt. »Wir setzen uns mit großem Nachdruck dafür ein, dass Deniz Yücel so schnell wie möglich freikommt«, sagte Gabriel weiter. Er kritisierte den gegen den Türkei-Korrespondenten der ...


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