Wer braucht schon die Wahrheit?

Am Montag erscheinen 29 Texte von Aslı Erdogan, der in der Türkei der Prozess gemacht wird, auf Deutsch

  • Von Stefan Berkholz
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Aslı Erdoğan ist eine türkische Schriftstellerin, die sich mit Haut und Haaren ausliefert. Sie schreibt um ihr Leben, sie gibt sich preis, sie schafft existenzialistische Literatur. Zugleich zweifelt und verzweifelt sie an ihrem Tun. »Was gilt es zu schreiben?«, fragt sie einmal. Um dann zu erklären: »Ein Text ist entweder ein Urteil oder ein Schrei.«

Nun ist über Frankreich eine Sammlung ihrer Essays zu uns gekommen, die am kommenden Montag auf Deutsch erscheint, der Titel: »Nicht einmal das Schweigen gehört uns noch«. Es sind 29 Texte, kurze literarische Stücke zumeist, Feuilletons, Erzählungen, Alltagsbeobachtungen, Kolumnen, Gleichnisse. Traumbilder auch und surrealistische Bilder voll von Irrlichtern und Grauen. Visionen der eigenen Existenz auf verlorenem Posten. Immer mit einem ganz eigenen Ton. Immer mit einem besonderen Blick. Immer von der Suche nach Wahrhaftigkeit und Wahrheit durchdrungen, lebenssatt und todesgetränkt....


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