Mörsergranaten gegen den Waffenstillstand

In der Damaszener Altstadt traf es Wohnhäuser und eine Kirche / Absender waren islamistische Kampfverbände

  • Von Karin Leukefeld, Damaskus
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Es ist Mittagszeit in der Altstadt von Damaskus. Im Haus von K.*, das nur wenige Meter von der Mariamieh-Kirche im Herzen der Damaszener Altstadt entfernt liegt, sitzen drei Generationen zusammen. Die Großmutter hat das Mittagessen vorbereitet, Tochter und Schwiegertochter gehen ihr dabei zur Hand und werfen immer wieder einen Blick auf die Jüngsten, die im Hof spielen.

Es ist ein warmer, ruhiger Frühlingstag an diesem 3. April, als plötzlich die Mörsergranate einschlägt. Das Geschoss bohrt sich durch den Mauersims, der die Schlafzimmer in der ersten Etage des alten Damaszener Hauses abschließt. Ein Blumenkasten wird durch die Luft gewirbelt und kracht - in Einzelteile, Erde und Pflanzen zerlegt - mitten unter die spielenden Kinder auf den Innenhof.

Beim Aufprall birst das Geschoss in unzählige Teile, die in alle Himmelsrichtungen davonfliegen. Der Geschosskern jagt geradeaus über den Hof hinweg und bricht Teile der gegenüber...


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