Gestörtes Verhältnis

DAX-Vorstandsvorsitzende erhalten bis zu 190-mal so viel wie ihre Angestellten

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Große Koalition streitet derzeit über die von der SPD geforderte Begrenzung von Managergehältern. Der SPD-Haushaltsexperte Carsten Schneider kritisierte gegenüber dem »Vorwärts«, dass ein Vorstand früher »das Zwanzigfache des normalen Arbeitnehmers verdient« habe. »Heute sind wir im Schnitt der Dax-Unternehmen beim Fünfzigfachen, teilweise beim Hundertfachen. Das ist eindeutig zu viel.« Dabei geht es noch extremer. Das »Handelsblatt« veröffentlichte am Dienstag eigene Berechnungen für 2016, wonach das Jahresgehalt des Vorstandschef des Baustoffkonzerns HeidelbergCement, Bernd Scheifele, »beim 190-Fachen der Durchschnittsvergütung eines Beschäftigten« liegt. In keinem anderen DAX-Konzern ist das Missverhältnis so groß wie bei den Heidelbergern.

Wobei Scheifele keineswegs der Spitzenverdiener ist. Seine fragwürdige Pole-Position verdankt er seinen Arbeitern und Angestellten, die mit 44 300 Euro pro Jahr und Kopf »unterdurchschni...


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