Mit den Künstlern ist zu rechnen

Das Kreativhaus im alten Rechenzentrum möchte der Garnisonkirche nicht weichen

  • Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

An einer Wand hängt das Bild »Abend in Potsdam«. 1930 malte Lotte Laserstein (1898-1993) das Original. In der Nazizeit ging die jüdische Künstlerin in die Emigration. Der Maler und Holzbildhauer Stefan Pietryga kopierte Lasersteins moderne Abendmahlsszene, in der die Stadt Potsdam den Hintergrund bildet. Er schmückt damit einen seiner Atelierräume im alten Rechenzentrum an der Dortustraße. Im selben Raum und nebenan sind diverse Entwürfe des Künstlers aufgestellt. Er arbeitet an der Ausgestaltung verschiedener Kirchen. Aktuell verwirklicht er ein solches Projekt im nordrhein-westfälischen Bökenförde.

Es ist ein seltsam, dass gerade diese Tätigkeit für lebendige Kirchengemeinden durch den geplanten Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche bedrängt und bedroht ist, einer Kirche also, die für Gottesdienste nicht benötigt wird, die aber als Symbol der unheiligen Allianz von preußischem Militarismus und deutschem Faschismus verschrien ist.

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