Warum wählen?

Ein Mann hat seine Stimme am Sonntag verschenkt, ein anderer wählte gar nicht. Eine Wählerin kann beide nicht verstehen

  • Von Katharina Schwirkus
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Karl Nagel ist mit seinem Latein am Ende: »Ich habe das Gefühl, egal was ich wähle, es ist sowieso das Falsche. Die Politiker widern mich an, weil ich das Gefühl habe, dass sie mir nur noch als Masken begegnen.« Ob und was er bei der Bundestagswahl 2013 gewählt hat, weiß er nicht mehr. »Ich möchte kein Politiker-Bashing betreiben, finde mich aber in diesem Politiker-Zirkus nicht wieder. Es gibt Ausnahmen, wie Joschka Fischer, Heiner Geißler oder Gregor Gysi, aber die sind eher selten«, führt der Punker und Webentwickler aus.

»Daraus ist die Idee entstanden, für meine Tochter zu wählen, die erst 14 Jahre alt ist und somit nicht selbst wählen kann«, erzählt der 56-Jährige. »Ich fände das eine gute Idee, wenn das mehr Menschen machen würden«, sagt Nagel. Was er für seine Tochter wählt, verrät er jedoch nicht.

Jan R., der nicht mit ganzem Namen in der Zeitung stehen möchte, hat nicht gewählt. Er ist 25 Jahre alt und es ist das er...


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