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  • Wissenschaftsjahr 2017

Explosive Vereinigung

Gravitationswellen sorgten im Wissenschaftsjahr 2017 gleich mehrfach für Aufsehen. Das US-Fachjournal »Science« sah zudem eine dritte Orang-Utan-Art, erste Gentherapie-Erfolge und eine neue Mikroskopietechnik als »Durchbrüche des Jahres«.

  • Steffen Schmidt
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Man hat sich schon daran gewöhnt, dass Nobelpreise regelmäßig für wissenschaftliche Leistungen vergeben werden, die schon Jahrzehnte zurückliegen. Der Physik-Nobelpreis des Jahres 2017 zählt da zu den Ausnahmen. Die ausgezeichnete Leistung - der Nachweis der von Albert Einstein vor rund 100 Jahren postulierten Gravitationswellen - liegt gerade mal zwei Jahre zurück. Und nun kommt im Jahr der Auszeichnung noch eine weitere Premiere: Tausende Astrophysiker aus aller Welt konnten die explosive Verschmelzung zweier Neutronensterne sowohl mit den nobelpreis-geehrten Gravitationswellen-Detektoren LIGO (USA) und Virgo (Italien) als auch mit den Gammastrahlen-Weltraumteleskopen »Fermi« (NASA) und »Integral« (ESA) sowie mit optischen Teleskopen beobachten.

Für das renommierte US-Wissenschaftsjournal »Science« (Bd. 358, S. 1520) war diese Beobachtung der »Durchbruch des Jahres«. Kamen die ersten beobachteten Gravitationswellen noch von der Ver...


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