90 Tote bei neuer Flüchtlingstragödie im Mittelmeer

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Tunis/Genf. Im Mittelmeer hat sich laut den Vereinten Nationen eine neue Flüchtlingstragödie ereignet. Schätzungsweise 90 Menschen seien vor der Küste Libyens ertrunken, nachdem ihr Boot gekentert sei, teilte eine Sprecherin der Internationalen Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Tunis mit.

Drei Menschen hätten das Bootsunglück überlebt. Zwei von ihnen hätten schwimmend das Ufer erreicht, der dritte Überlebende sei von einem Fischerboot gerettet worden. Unter den bislang geborgenen Toten seien Libyer und Pakistanis. Immer mehr Menschen aus Pakistan versuchten, über das Mittelmeer die Küsten Europa zu erreichen, sagte die Sprecherin.

Mehr als 6600 Menschen haben laut der IOM im gesamten Januar 2018 über das Mittelmeer Europa erreicht. 246 Menschen hätten in diesem Zeitraum die riskante Passage in den kaum seetauglichen Schlepperbooten nicht überlebt. Die neusten Opfer seien in dieser Statistik noch nicht eingerechnet. epd/nd

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