Wo sogar der Staub genormt ist

In technischen Prüflaboren muss es sehr genau zugehen, von den Ergebnissen hängt einiges ab

  • Von Grit Gernhardt
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Beim Öffnen der Kellertür schlägt einem feuchte Wärme entgegen, es riecht nach Waschpulver und nasser Kleidung. 23 Grad Celsius sind es im Testlabor für Waschmaschinen, die Luftfeuchtigkeit liegt bei 55 Prozent. Wie in den anderen Prüfräumen des unscheinbaren Plattenbaus am Rande einer mittelgroßen hessischen Stadt müssen die Umgebungsbedingungen konstant sein, damit vergleichbare Ergebnisse herauskommen: Das Wasser für die Waschmaschinen kommt speziell mineralisiert mit exakt 15 Grad Celsius aus der Aufbereitungsanlage. Die Maschinen sind an Computer angeschlossen, die Daten sammeln. Genormte Prüfgeräte - sogenannte Was- catoren - stellen Vergleichsinformationen zur Verfügung.

Den ganzen Tag beladen Ingenieure wie Thoralf Baumann* Maschinen mit der vom Hersteller angegebenen Maximalmenge. »Wir sind die einzigen, die acht Kilo Schmutzwäsche tatsächlich in die Maschine bekommen«, sagt Baumann mit einem Augenzwinkern. Dafür muss er ...


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