Als die Fische laufen lernten

Schon die ersten Rochen besaßen die Nervennetze für den vierfüßigen Gang.

  • Von Michael Lenz
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Das Gehen ist eine der revolutionärsten Entwicklungen in der Evolution der Wirbeltiere. Es gehört heute zum Allgemeinwissen, dass in grauer Vorzeit Fische aus ihrer maritimen Heimat an Land krabbelten und sich zu Tetrapoden, vierfüßigen Wirbeltieren, entwickelten, die fortan per pedes durch die Welt gingen. Das passierte freilich nicht an jenen in der Schöpfungsgeschichte geschilderten zwei Tagen, an denen Gott erst Fische und Vögel und dann Landtiere und Menschen schuf. Für diesen komplexen evolutionären Prozess brauchte es vielmehr viele Millionen Jahre.

Ein internationales Wissenschaftlerteam um Jeremy S. Dasen von der New York University hat neue Erkenntnisse über jene Nervennetzwerke gewonnen, die für das Gehen an Land unverzichtbar sind. Diese lassen die Wissenschaftler vermuten, dass der letzte gemeinsame Vorfahr von Haien und Knochenfischen schon vor etwa 400 Millionen Jahren am Grund von Urozeanen wie dem Thetysmeer lief ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.