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Brände halten Feuerwehr im Dauerstress

Neben den Waldbränden musste auch noch ein Brand im Reifenlager in Senftenberg gelöscht werden

  • Tomas Morgenstern
  • Lesedauer: 2 Min.

Seit Freitag 21 Uhr hat ein Großbrand in einem Reifenlager die Umgebung rund um das Industriegebiet von Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) in beißende Rauchschwaden gehüllt. Erst am Sonntagmittag konnte die Feuerwehr Entwarnung gegen. Der Brand sei gelöscht, hieß es. Die vor Ort verbliebenen Kräfte seien mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Noch am Vormittag hatten rund 100 Angehörige der Löschmannschaften Glutnester bekämpft, nachdem einen Tag zuvor die Feuerwehrleitstelle Lausitz schon gemeldet hatte, dass das Feuer unter Kontrolle sei. Auch die Sperrung der B 169 wurde aufgehoben.

Die Brandursache ist noch unklar. Nachdem die Flammen in der Nacht zu Samstag die Reifenstapel auf dem Gelände erfasst hatten, waren die Einwohner im Norden Senftenbergs gebeten worden, wegen des starken Rauchs Fenster und Türen zu schließen und Klimaanlagen abzuschalten. Der benachbarte ADAC-Stützpunkt wurde evakuiert, beide Rettungshubschrauber wurden in Sicherheit gebracht. Feuerwehren aus Senftenberg, Brieske, Sedlitz, Hosena, Großkoschen und Peikwitz sowie aus dem Elbe-Elster-Kreis waren im Einsatz. Die Brandschutzeinheit Oberspreewald-Lausitz, die den Löscheinsatz an der A9 unterstützen sollte, blieb vor Ort.

Am Ende spielte selbst das Wetter den Einsatzkräften an den verschiedenen Hotspots der vergangenen Tage in die Hand. Teils heftige Regenfälle haben die Gefahr von Waldbränden in weiten Teilen Brandenburg abgemildert oder vorerst gebannt.

Aber selbst dort, wo es kaum geregnet hatte, brachte die Feuerwehr die Situation schließlich unter Kontrolle. So am Autobahndreieck Potsdam, wo ein Waldbrand seit Donnerstag zu langen Sperrungen der Autobahnen A9 und A10 gezwungen hatte und die Teilevakuierung des Ortes Fichtenhagen (Potsdam-Mittelmark) vorbereitet worden war. Am Samstag hatte das Leck einer Gasleitung dort die Situation kurzzeitig nochmals verschärft. Das Feuer sei aber weitgehend aus, teilte die Polizei am Sonntag mit. Gleiches gilt auch für den Brand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog.

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