Massenstreik für 20 Prozent mehr

In Mexiko sind seit dem 25. Januar 70 000 Beschäftigte der Maquila-Industrie im Ausstand

  • Von Timo Dorsch
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Im Norden Mexikos spielt sich zurzeit Historisches ab. In Matamoros, Grenzstadt zu den USA im Bundesstaat Tamaulipas, sind am 25. Januar 70 000 Beschäftigte aus 45 Unternehmen in einen Streik getreten. Und sie sind dabei, die Auseinandersetzung für sich zu entscheiden. Die bestreikten Betriebe gehören zur sogenannten Maquila-Industrie und fertigen in ihrer Mehrheit Einzelteile für nordamerikanische Automobil- und Elektronikkonzerne an.

Der Massenstreik ist Folge gescheiterter Verhandlungen zwischen den Belegschaften und ihren Arbeitgebern. Die Forderung lautet 20 Prozent mehr Lohn und eine jährliche Bonuszahlung von 32 000 Mexikanischen Pesos (rund 1460 Euro). Zu den Forderungen animiert wurden die Beschäftigten zunächst von einer Maßnahme des Präsidenten Andrés Manuel López Obrador. Dieser hatte zu Jahresbeginn in der Grenzregion die weltweit größte Freihandelszone ausgerufen. Damit einher gingen die Verdopplung des Mindestlohns ...


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