Kulturarbeit, frei und prekär

2014 stand das Freilichtmuseum im oderländischen Altranft vor dem Aus. Es folgte ein erstaunliches Comeback

  • Von Jana Frielinghaus
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Kommt man ins Schloss Altranft, dann fällt in der Beletage die Kargheit der Möblierung auf: Nur wenige grob gezimmerte Werkbänke, Kommoden, Guckkästen an den Rändern. Wobei gerade die Werkbänke es in sich haben: Sie sind gefüllt mit Informationen zu Land- und Wasserwirtschaft. In einem der großen Räume breitet sich ein feines Gespinst aus, aufwendig aus überwiegend weißen Fäden geknüpft. Bei näherer Betrachtung entpuppt sich das von der Künstlerin Antje Scholz geschaffene Geflecht als detaillierte Darstellung des Reliefs des Oderbruchs mit etlichen Farbtupfern: rot die Dörfer und Städtchen, blau die Fluss- und Bachläufe.

Im Obergeschoss wiederum finden sich Gründerzeitschränke, Betten, Tische, Stühle aus der Sammlung Charlotte von Mahlsdorfs, die um das Jahr 2000 nach Altranft kamen. Allerdings stehen sie da nicht mehr in klassischer Anordnung, sondern als Teil von Installationen in der Mitte der Zimmer, Extraräume bildend, mit de...


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