Tom und Jerry zähmen

Dass die Schulen »digitaler« werden müssten, hört man oft. Nun könnte auch Lehrpersonal virtuell gedrillt werden. Aber ist das wirklich zu wünschen?

  • Von Thomas Gesterkamp
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Tom und Jerry stören mal wieder den Unterricht. Die animierten Zeichentrickfiguren hält es nicht auf ihren Stühlen, immer wieder springen sie auf, führen lautstark Nebengespräche, bekommen gar nicht mit, was vorne im Klassenzimmer passiert. Lehramtsstudierende beobachten das Treiben der beiden Jungen durch eine Virtual-Reality-Brille. Sie stehen in einem Seminarraum ihrer Hochschule - und unter Stress. Per Computersimulation sollen sie anwenden, was sie in ihren Vorlesungen und Kursen theoretisch gelernt haben: Die Störenfriede irgendwie zur Räson bringen. Die Programmierer haben Tom und Jerry so eingestellt, dass diese positiv reagieren, wenn sich die Lehrkräfte korrekt verhalten. Gelingt es den Studierenden, mit pädagogischem Geschick dafür zu sorgen, dass sich die aufmüpfigen Schüler wieder am Unterricht beteiligen, haben sie den digitalen Stresstest bestanden.

Sieht so die Zukunft aus? Noch ist das hierzulande Fiktion, doch en...


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