Wolbergs weitgehend freigesprochen

Scharfe Kritik an Ermittlern im Fall des Regensburger Ex-Oberbürgermeisters

Regensburg. Der Regensburger Korruptionsprozess ist für den suspendierten Oberbürgermeister Joachim Wolbergs ohne Strafe zu Ende gegangen. Die Vorsitzende Richterin Elke Escher sprach bei der Urteilsverkündung am Mittwoch von einem »Fast-Freispruch«. Er habe sich lediglich in zwei Fällen der Vorteilsannahme schuldig gemacht. Ins Amt zurück darf Wolbergs vorerst aber nicht.

Er musste sich wegen Vorteilsannahme und Verstoßes gegen das Parteiengesetz vor der Großen Wirtschaftsstrafkammer verantworten. Es ging unter anderem darum, ob Spenden des Bauunternehmers Volker Tretzel an die SPD im Kommunalwahlkampf 2014 und an den Sportverein Jahn Regensburg bei der Vergabe eines Bauprojektes an Tretzels Firma eine Rolle gespielt haben. Die Staatsanwaltschaft hatte Wolbergs zudem Bestechlichkeit zur Last gelegt und eine Gefängnisstrafe von 4,5 Jahren gefordert. Seine Verteidiger plädierten auf Freispruch.

Heftige Kritik übte die Richteri...


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